Schilddrüse

Unter allen Organen in unserem Körper gibt es eines, das mehr als alle anderen unsere Leistungsfähigkeit und Vitalität bestimmt: die Schilddrüse. Diese größte Hormondrüse belebt aber nicht nur den Körper und hält ihn in Schwung, sondern bestimmt durch eine fein dosierte, den Erfordernissen angepasste Produktion von Schilddrüsenhormon unser Erleben, unser Ichgefühl, und bewirkt, dass unsere Seele im Lot bleibt und mit den Ereignissen "schwingt".

Ihre Bedeutung geht also weit über Stoffwechselfunktionen hinaus. Schon bei unserer Entwicklung im Mutterleib ist die Schilddrüse wichtig, und in den ersten Lebenjahren bewirkt sie dann die Ausreifung unserer Persönlichkeit. Eine gesunde Schilddrüse entscheidet darüber, ob unser Körper ansehnlich wird, ob unsesr Geist rege ist, ob unsere Gefühle in Balance sind, und sie ist letztlich das Geheimnis der Entfaltung unserer Talente. Eine gesunde Schilddrüse macht uns zu reifen und erfolgreichen Individuen. Bei aller Komplexität des Hormonregelkreises und vieler anderer äußerer oder innerer Einflüsse auf unsere Gesundheit muss man feststellen: Ein erfülltes Leben ist ohne eine gesunde Schilddrüse sehr schwer und nur gegen große Widerstände zu erreichen.

Soweit unsere heutigen Erkenntnisse, was die gut funktionierende Schilddrüse betrifft. Im Falle von Schilddrüsenstörungen aller Art hinkt die tägliche ärztliche Behandlungspraxis diesen Erkenntnissen sehr häufig hinterher. Meist kümmert man sich nicht viel um die Beschwerden der Patienten und trachtet danach, erst bei schwerwiegenden Schiddrüsenerkrankungen einzugreifen. Ein weiteres Problem: Die meisten Therapeuten bevorzugen einige wenige vorgeschlagene Patentlösungen, die der Komplexität dieses Organs und der zu behandelnden Menschen aber in keiner Weise gerecht werden. Natürlich ist es wichtig, einen Mangel an Schilddrüsenhormon durch das synthetisch hergestellte Levothyroxin auszugleichen. Doch achtet man dabei - wie zum Beispiel beim weit besser erforschten Diabetes mellitus - auf eine sorgsame Einstellung der optimalen Dosierung? Reicht es bei einer Autoimmunerkrankung wie der Hashimoto-Thyreoiditis, die Selbstzerstörung der Schilddrüse achselzuckend hinzunehmen und erst in der Spätphase Levothyroxin (L-Thyroxin) zu ersetzen, wenn die Unterfunktion droht? Und wer bedenkt denn heute, dass Jod, der Triebmotor der Schilddrüse, eine Arznei ist, die in wohlüberlegter Dosierung zugefügt werden muss, um Schaden zu vermeiden und eine optimale Funktion der Schilddrüse zu ermöglichen?

Von einer "Schilddrüsenpflege" sind wir also sehr weit entfernt, feinere Störungen werden nur selten erkannt und behandelt. Und deshalb stehen wir heute nicht nur vor einer zunehmenden Anzahl von Fällen bedrohlicher und schwer zu therapierender Schiddrüsenerkrankungen, sondern auch vor einer großen Anzahl von Menschen, die zwar mit den Folgen einer Schiddrüsenstörung zurechtkommen, aber ein deutlich erfüllteres, befriedigenderes Leben hätten, wenn sie die Möglichkeiten der ganzheitlichen Therapien in Anspruch nehmen könnten.

Hier höre ich mit meinen Erläuterungen auf, obwohl man noch volle Bücher über dieses faszinierende Organ schreiben könnte. Bei einem weiteren Gespräch, falls es zu so einem Gespräch kommen sollte, können wir sehen, was sich unternehmen lässt, um Sie von einem Menschen mit Schilddrüsenschwierigkeiten in einen gesunden Menschen mit ausgeglichener Schilddrüsenfunktion zu verwandeln.

Und noch etwas erfreuliches: Die erste Therapie gegen Schilddrüsendisharmonien ist SINGEN, gekoppelt mit rhythmischen Körperbewegungen und einer spezielen Art und Weise, den Körper zu berühren. Eine der ältesten, auch bei Stammeskulturen gebräuchlichen Art, Krankes aus dem Körper zu vertreiben, war und ist das Zupfen und Frottieren der Haut. Es wird somit nicht die Haut beklopft, so dass der Impuls von außen nach innen dringt, sondern sie wird locker gezupft oder betupft. Es hilft, sich vorzustellen, dass man etwas aus dem Körper herausziehen möchte, nämlich kranke Informationen.

Als Beispiel ein Lied im Dreivierteltakt.

TEXT:

Schüttle und     rüttle er-     muntere     dich

Schlummernde     Kräfte ent-     falten dann     sich

Treiben mein     Leiden aus     Herz und     Sinn mit

Rhythmus und     frohem Ge-     müt.

LIED:

C - D - E     C - D - E     E - D - D     D

D - E - F     D - E - F     A - G - G     G

G - G - G     G - F - E     F - G          A (Pause) - A

G - G - G     G - F - G     E

Das Lied besteht haupsächlich aus Viertelnoten, ausgenommen D und G am Ende der ersten und zweiten Zeile und E am Ende des Liedes, die Halbnoten mit Punkt sind, und in der dritten Zeile F im dritten Takt und A im vierten Takt, die Halbnoten sind.

ÜBUNG:

 - Sprechen Sie laut zuerst den Text.

 - "Klopfen" Sie im Dreiertakt mit den lockeren Fingern auf die Brust - links 1-, rechts 2-,3-.

 - Sprechen Sie den Text und betupfen gleichzeitig im Dreiertakt die Brust.

 - Singen Sie die Melodie, ein paarmal hintereinander.

 - Nun singen Sie das Lied mit Text und betupfen gleichzeitig die Brust.

 - Wiederholen Sie Lied und Klopfbewegung.

 - Beim dritten Durchgang singen Sie, aber betupfen nun den ganzen Körper mit den lockeren Händen.

 - Wiederholen Sie auch das.

Wichtig ist hierbei die Erfahrung, dass der Atem weiter fließt und das Lied erklingt, wenn man sich bückt oder seitlich rechts und links beugt. Das Geheimnis solch einfacher Drüsenstimulation liegt zum einen im Singen, das grundsätzlich den Körper in feine Schwingungen versetzt und zum anderen in dem rhythmischen Betupfen des Körpers.