Migräne

Ich habe nicht vor, Ihnen zu erzählen, was Migräne ist und wie sich Menschen fühlen, wenn Sie von einem Migräneanfall gesucht werden. Die Migräneopfer wissen es viel zu gut. sie haben auch sämtliche Untersuchungen hinter sich.

Es gibt Portale im Internet, Bücher und Ratgeber aller Art, für diejenigen, die sich allgemein informieren wollen.

Was es auch noch in allen diesen Ratgebern gibt, sind altbewährte homöopathische Mittel, die vielen Menschen Linderung schaffen können.

Es gibt aber auch Fälle, wo solche Mittel nicht oder nur bedingt gewirkt haben. Diese Menschen brauchen vielleicht eine besondere Betreuung und Geduld.

Ich beschreibe Ihnen anhand von einem Fall, wie ich arbeite oder gearbeitet habe. 

Meine Patientin ist 36 Jahre alt und kam im April 2012 in meine Behandlung. Als erstes klagte sie über ein Ekzem, welches seit längerer Zeit bereits bestand. Sie hat eine Cortison-Behandlung deswegen abgelehnt. Seit dem 12. Lebensjahr hat sie bereits dieses Ekzem in den Gehörgängen und seit der 4. Schwangerschaft an den Füßen sowie Veränderungen an den Nägeln. Sie ist jetzt in der 6. Schwangerschaft, wobei alle Kinder bisher eine Woche nach dem errechneten Termin gekommen seien. Sie hatte früher schon immer trockene Stellen gehabt, die gejuckt hatten oder wo die Haut aufgesprungen war, so z.B. einen Riß an der Ferse, der sehr tief ist, allerdings nicht blutet.

Auch seit dem 12. oder 13. Lebensjahr hat sie eine belegte Stimme, sie räuspert sich sehr viel, jeweils in der Schwangerschaft ist dies noch viel schlimmer. Mit 8 Jahren ist ihr der Blinddarm herausgenommen worden, wobei sie schon mit 4 Jahren Blinddarmreizungen hatte. An Kinderkrankheiten erwähnt sie Masern, Röteln und Windpocken sowie Mumps mit 13 Jahren. Mit 12 Jahren sind ihr auch die Mandeln herausgenommen worden, weil sie zwei bis dreimal im Jahr eine Mandelentzündung gehabt hatte. Eine Sonnenallergie hatte sie mit 11 Jahren bekommen. Mit 12 Jahren ist sie mit den Eltern umgezogen. Sie war in der Schule überfordert gewesen, weil die Mutter sie zu früh eingeschult hatte.

Als sie 10 Jahre alt war, ist ihre mütterliche Großmutter gestorben, die sehr warmherzig war, zu der sie ein gutes Verhältnis hatte und die ganz anders als ihre Mutter war. Sie ist die ältere von 2 Schwestern. Mit 19 Jahren hat sie das Abitur gemacht, dann Pädagogik studiert und im Schuldienst gearbeitet. Vor einem Jahr ist der rechte Leistenbruch operiert worden. Seit 2004 ist bei ihr am rechten Handgelenk ein Mondbeinschwund festgestellt worden, der starke Schmerzen hervorgerufen hatte. Wegen dieser Schmerzen war sogar eine Nervendurchtrennung vorgenommen worden, die aber ohne Besserung blieb.

Migräne hat sie in unterschiedlichen Abständen, von einigen Tagen bis zu einem Jahr. Es beginnt mit Sehstörungen auf einem Auge für etwa 20 Minuten, anschließend hat sie auf der anderen Seite des Kopfes Schmerzen. Sie weiß dafür keine Auslösung. Es beginnt mit einem Punkt, auf dem sie nichts mehr sieht, der dann immer größer wird, bis sie schließlich auf dem ganzen Auge überhaupt nichts mehr sehen kann. In den letzten Wochen hatte sie öfters diese Migräne gehabt. Diese Sehstörung im Auge ist ein ganz starkes Flimmern, das wandert nach außen, bildet einen großen Halbkreis und dann sieht sie eben nichts mehr, kurz bevor die Migräne beginnt.

Im Winter springt ihr der Handrücken auf, wenn es kalt ist. Die Veränderungen an den Nägeln belasten sie sehr, ebenso wie die juckenden Ekzeme.

Bei dieser Migräne hat sie zeitweise Herzklopfen, sie kann auch nicht schlafen, sie hat dann keine Ruhe und wenn die Migräne tagsüber auftritt, würde sie irgendwo anrennen, weil sie mit dem Auge nichts mehr sieht. Häufig beginnt es im rechten als im linken Auge.

Fast alle Kinder haben dieses Ekzem wie sie auch. Übrigens ist sie den ganzen Tag seit der Schangerschaft müde, sie könnte im Stehen einschlafen. Der Hb-Wert sei bei 9.

Nach einer sorgfältigen Analyse erhält sie SEPIA XM.

Seitdem hat mich die Patientin einige Male konsultiert wegen der verschiedensten aufgetretenen Störungen und auch verschiedene Medikamente bekommen. Ab und zu betont sie, dass sie seit der ersten Gabe (Sepia) nie mehr Migräne gehabt habe, außer am 4. Tag nach der 6. Entbindung, was sich auf KALI CARBONICUM sofort gebessert habe.


Hier können Sie sehen, wie vielschichtig das aufgenommene Bild sein kann. Es werden alle Beschwerden mitberücksichtigt, mit dem Ziel eine entsprechende Arznei zu finden, die den ganzen Leidensprozess umfaßt.